Waldorf­pädagogik

Ganzheitlich lernen und entdecken

Die Waldorfpädagogik verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der die Einheit von Körper, Seele und Geist in den Mittelpunkt stellt. Gegründet wurde sie von Rudolf Steiner. Hier erfahren Sie mehr über Rudolf Steiner.

In unserem Waldorfkindergarten begegnen Ihre Kinder den zentralen Elementen dieser Pädagogik. So können Ihre Kinder in einem liebevollen, strukturierten Umfeld spielerisch lernen, entdecken und sich entfalten.

Gestaltete Umgebung

Architektonisch zeigt unser Waldorfkindergarten eine organische Formgebung, die den Kindern eine schützende Hülle vermitteln soll. In der äußeren und inneren Formgebung geht es um ein Gleichgewicht zwischen Funktionalität der Räumlichkeiten und einer Atmosphäre, die Geborgenheit ausstrahlen soll.

So ist unser Eingangsbereich, die große Halle, einladend und offen gestaltet, während die Gruppenräume eher einen umschließenden Charakter haben. Die Innenräume sind in warmen ruhigen Grundfarben gehalten, die zu einem harmonisierenden Wohlbefinden und zur Geborgenheit beitragen sollen. Die ästhetisch, liebevoll geordnete und inspirierend anregende Ausgestaltung der Räumlichkeiten und die sorgfältig ausgewählten Naturmöbel, Spielzeuge und Materialien dienen darüber hinaus der Sinnespflege der Kinder.

Nachahmung

Vorbild & Nachahmung

Von Beginn an lernt und entwickelt sich das Kind an seinen Vorbildern. Im Kindergarten ist der erziehende Erwachsene, der mit seiner Persönlichkeit die Umgebung des Kindes bildet, das Fundament – das Vorbild des Kindes, denn mit seinem bedingungslosen Vertrauen folgt das Kind dem Erwachsenen. Die Nachahmungstätigkeit zeigt sich durch ein freudiges Mitgehen mit den
Aktivitäten des Erwachsenen, es findet ein Sich-Identifizieren mit dem Vorbild statt. Die Qualität liegt darin, dass der Erwachsene ein echtes Interesse an seiner Aufgabe hat, Freude am Dasein und ein wahrhaftiges und positives Vorbild für das Kind ist.

Das Kind erfährt seine Umgebung unmittelbar durch die Wahrnehmung und taucht in die Tätigkeit durch die Nachahmung der Erwachsenen und Kinder ein. Darum werden in unserem Waldorfkindergarten sinnvolle Tätigkeiten in den Alltag integriert, wie das Brötchen backen und das Obst schneiden für das gemeinsame Frühstück.

Waldorfpädagogik_Kunst-Spiel

Kunst & Spiel

Die künstlerischen Tätigkeiten sollen im Waldorfkindergarten den schöpferischen „Künstler“ im Kind wecken und zur Entfaltung anregen.

Vielfältige rhythmisch musische und kreative Elemente bestimmen regelmäßig unseren Kindergartenalltag. So gehört das Singen von jahreszeitlichen Liedern, Reigen, Singspielen ebenso dazu wie die wöchentliche Eurythmie. Auch das Wasserfarbenmalen hat seinen festen Platz und unterstützt auf noch träumende Art und Weise das Farbempfinden und die Ausdruckskraft des Kindes. Zudem wird das Rollenspiel erprobt, insbesondere zu bestimmten festlichen Anlässen, beispielsweise beim Theaterstück zum Abschiedsfest und den Weihnachts- und Dreikönigsspielen

Freies Spiel

Freies Spiel

Das freie Spiel ist für das Kind von großer Bedeutung. Es übt alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es für den weiteren Weg ins Schulalter benötigt. Motorik, Sprache, Denken, Vorstellung – werden ebenso angesprochen und angeregt wie das soziale Miteinander. Der Umgang miteinander aller Beteiligten und das Erleben der Welt wird nachgespielt. Das Kind lebt sich in seine Umgebung, in seine Kultur ein. Durch das freie Spiel werden nicht nur Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet und vertieft, es werden fortwährend neue gemacht. Unsere Räume sind so gestaltet, dass die Kinder sich gut bewegen können und viel Platz zum Bauen und Tätigsein haben. Das Mobiliar ist robust, da es zum Spielen einbezogen wird. Bei der Auswahl der Spielzeuge achten wir darauf, dass es vorzugsweise aus natürlichem Material ist und wenig oder nicht strukturiert ist, damit es die Sinne des Kindes anspricht. Die Fantasie kann frei eingesetzt werden und sich weiterentwickeln.

Das Kind erfährt seine Umgebung unmittelbar durch die Nachahmung. Sinnvolle Tätigkeiten stehen daher im Vordergrund während des Tagesgeschehens: Wie das Frühstück zubereiten (Brötchen backen, Obst schneiden) oder Gärtnern während des Draußenfreispiels, bei denen die Kinder mittun. Um ein sinnvolles Nachahmen zu ermöglichen, muss der Erwachsene mit dem eigenen Handeln als Vorbild fungieren. Für die Erwachsenen bedeutet das, das sie ihr Verhalten reflektieren und dem Kind ein initiatives, freudiges Tun vorleben. Dazu gehört auch der liebevolle Umgang mit Menschen sowie der Natur.

Der tägliche Aufenthalt an der frischen Luft ist uns sehr wichtig, da die Kinder hier unmittelbar und intensiv den Lauf der Jahreszeiten und alle Arten des Wetters erleben. Im Garten können sie selbst entscheiden, wo und was sie spielen möchten.

Naturmateriaien

Naturbelasse Materialien

Bei der Auswahl der Spielzeuge achten wir darauf, dass es vorzugsweise aus natürlichem Material ist und wenig oder nicht strukturiert ist, damit es die Sinne des Kindes anspricht. Die Fantasie kann frei eingesetzt werden und sich weiterentwickeln. Wir haben Spielständer, Bretter und Tücher zum Buden bauen. Felle, Decken und Kissen, um mit dem Sofa gemütliche Ecken zu schaffen.

Belebungsmaterial wie Holzeisenbahn mit frei setzbaren Schienen und Autos, Holzklötze, Holzfiguren, Tiere aus Wolle gestrickt oder Holz geschnitzt die alle einladen Landschaften zu bauen und alles miteinander zu verwandeln. Kastanien, Zapfen und weiteres Naturmaterial ergänzen das Angebot. Bälle in verschiedenen Größen, gefüllte Körner- oder Sandsäckchen und ein Kaufladen komplettieren das Angebot. Kugelbahnen für die jüngeren und frei steckbare Elemente zum Bau von Kugelbahnen für die Größeren laden wie die Bausteine zum kreativen Konstruieren ein.

Das einfache und wandelbare Material bietet dem Kind ein unerschöpfliches Betätigungsfeld. Sein schöpferisches Potential kann ganz zur Entfaltung kommen. Durch die von Innen kommende Aktivität wächst im Kind das Vorstellungsvermögen, das für das schulische Lernen von Bedeutung ist. Dabei spielt es keine Rolle, wie weit das Kind in seiner Entwicklung ist oder ob eine Beeinträchtigung vorliegt. Die Welt begreifen und eigene Erfahrungen sammeln steht bei allen Kindern im Vordergrund!

Rhythmus

In allem Lebendigen findet sich das Rhythmische. Im Wachsen und Vergehen der Pflanzen, in der Atmung, in den Gezeiten, den kosmischen Bewegungen des Mondes und der Gestirne und auch andere Lebensprozesse werden durch rhythmische Gesetzmäßigkeiten bestimmt.

Ein rhythmisch gestalteter Tages-, Wochen- und Jahreslauf steht in Beziehung zu den erlebten Rhythmen der Natur und erfährt im Kindergartenalltag zudem eine Anbindung an christliche Jahresfeste.

Die ritualisierten Abläufe und der Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe, Drinnen und Draußen, Einzel- und Gruppenspiel bieten Kindern die Verlässlichkeit auf etwas Vorhersehbares.

Gerade kleine Kinder brauchen eine orientierende Regelmäßigkeit in ihrem täglichen Leben. Eine rhythmische Wiederkehr von Ereignissen gliedert Zeiträume und gibt ihnen eine eigene Qualität. Dies hilft den Kindern sich zurechtzufinden und ermöglicht über die Wiederholung kindgemäßes Lernen. An den Rhythmus der Jahreszeiten werden auch Märchen, Geschichten sowie Reigen und Singen von Liedern angelehnt.

Sie möchten mehr erfahren?

Wenn unsere Waldorfpädagogik Ihr Interesse geweckt hat und Sie neugierig geworden sind, laden wir Sie herzlich ein, mehr über unseren Kindergarten zu erfahren. Besuchen Sie gerne eine unserer Informations­veranstaltungen oder treten Sie direkt mit uns in Kontakt – wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.

Bevorstehende Veranstaltungen

Teil unseres Waldorfkindergartens werden


Für jedes Kind ist die Kindheit etwas anderes.

Wir verstehen niemals „die Kinder“, sondern immer das jeweilige Kind, das uns anvertraut ist, in dem Augenblick, wo wir es anschauen.

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